Dienstag, 1. Oktober 2013

Dat war wohl nix

Im Frühling spross es engagiert und überaus eifrig aus den kleinen Lindakartoffeln heraus, im Sommer zeigten die Knollen ein wucherndes Blattwerk. Ich war euphorisch und voller optimistischer Rezeptgedanken: Kartoffelauflauf, Kartoffeln mit Quark, Kartoffelsalat, Rosmarinkartoffeln.....

Im Herbst habe ich nun geerntet.
Naja, das war es wohl. Aus dieser Ernte lässt sich vielleicht ein Kartoffelsalätchen oder ein Kartoffelaufläufchen machen.




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Wann kann ich endlich meine Kartoffeln ernten? 

Sonntag, 22. September 2013

Kräuterübersicht - einjährig oder mehrjährig?



Kräuter sind Strategen - Überlebensstrategen. Wenn der bittere Winter kommt, dann überleben sie die kalte Zeit auf verschiedenste Weise. Aber nicht alle Kräuter kommen ursprünglich aus unseren frostigen Breitengraden und nicht alle sind rein genetisch für die Zucht in Pflanzenkübel ausgelegt. Sie sind eher zufällig hineingeraten und schlagen sich wacker. Auf dem Balkon im Winter ist also mit überlebensfeindlichen Bedingungen zu rechnen, die zwei Ursachen haben: Frost und Kübel.

Die erste große Frage ist nicht "Wie kann ich meine Kräuter überwintern?" sondern "Welche Kräuter sollen denn jetzt nun überhaupt überwintert werden?". Heute geht es also um das "Welche". Zum "Wie" folgt in nächster Zeit ein weiterer Post.

 

 

Einjährige Kräuter

 

Kresse hat es eilig!
Einjährige Kräuter sprießen im Frühling schnell aus Samen, bilden schnellstmöglich Blüten und kurzerhand Früchte. Sie leben nur eine Vegetationsperiode, machen also schnell, schnell. Jedes Jahr sät man sie erneut aus. Da gibt es zum Beispiel die eilige Kresse, den zügig wachsenden Dill oder den Borretsch.Was man mit diesen Pflanzen nicht machen braucht ist klar: Sie zu überwintern. So schnell sie gekommen sind, desto schneller sind sie im Winter auch wieder weg. Diese Kräuter überwintern ihre genetische Einzigartigkeit in einer kleinen Powerkapsel, dem Samen.

 

 

 

 

 

Zweijährige Kräuter


Rucola blüht im zweiten Jahr
Diese lassen sich mehr Zeit. Bei zweijährigen Kräutern läuft die Zeit ein bisschen langsamer. Entschleunigt, wie man so schön sagt. Sie bilden erst im zweiten Jahr Früchte und dann Samen. Ganz sutsche, entspannt, gemächlich. Alles braucht eben seine Zeit. Komischerweise gibt es nicht viele von den Zweijährigen. Ihre Überlebensstrategie ist wohl nicht die beliebteste. Die Gefahr liegt eindeutig darin den ersten Winter zu überstehen. Kümmel, Rauke und Knoblauchrauke tun es trotzdem - im ersten Jahr krauten, danach frieren und dann im zweiten Jahr blühen.  Bei Pflanzen ist es eben häufig wie bei uns Menschen. Die von der wirklich entschleunigten und entspannten Sorte gibt es nur selten.

 

 

 

 

 

 

Mehrjährige Kräuter


Jetzt wird es kompliziert, denn die Überlebensstrategien unter mehrjährigen Kräutern ist vielfältig. Viele mehrjährige sind immergrün, wie z.B. Lavendel, Thymian, Salbei, Petersilie und Rosmarin. Sie alle stammen aus dem mediterranen Raum und schaffen es auch manchmal bei uns über den Winter. Wenn man sicher gehen möchte, dann stellt man sie in einen kalten, hellen und frostfreien Raum. Dann kann man weiterernten, was natürlich sehr praktisch und lecker ist.
Unter den mehrjährigen Kräutern gibt es Sträucher bzw. Halbsträucher, Bäume, Zwiebelpflanzen und Stauden.

Schopflavendel
Sträucher und Halbsträucher verholzen und schützen sich so auch im Winter vor dem Austrocknen. Das große Problem ist nämlich, dass die Kälte das Wasser in den Adern (Kapillargefäßen) gefrieren lässt und die Pflanze dann austrocknet. Ist sie aber durch einen dickeren Stängel, also einer Art Stamm, vor dem kleinen Frost geschützt, hilft ihr das beim Überleben. Salbei, Rosmarin, Zitronenverbene und Lavendel sind Sträucher bzw. Halbsträucher. Lorbeer zählt zu den Bäumen. Bäume übertreiben im Grunde genommen das, was die Sträucher tun. Borke produzieren. Mehr Borke bedeutet noch mehr Schutz. Im Grunde handelt es sich aber um die gleiche Überlebensstrategie. Lorbeer sollte man trotzdem ins Warme holen. Die Borke dieser Halbsträucher oder Sträucher reicht eben nur für den mediterranen Raum.





Römischer Ampfer
Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die in jedem Jahr fruchten. Sie sind ausdauernd und krautig. Im Gegensatz zu den Sträuchern verholzen sie nicht. Zitronenmelisse, Oregano, Stevia, Majoran und Olivenkraut sind Stauden. Das Wort Staude bedeutet im Grunde genommen "mehrjährig". Häufig liest man "mehrjährige Stauden". Dieser Ausdruck ist doppeltgemoppelt, denn Stauden sind immer mehrjährig.
Ihre Überlebensstrategie ist vielfältig. Manache ziehen ein, manche nicht. Manche können durch Rhizome, Knollen oder Zwiebeln unter der Erde überwintern. Auch Zwiebelpflanzen gehören somit zu den Stauden und haben eine besondere Art den Winter zu überstehen.







Schnittlauch
Zwiebelpflanzen speichern ihre Energie unter der Erde. Ziemlich genial, denn unter der Erde ist es wärmer und sie haben alles in ihrer Zwiebel, was sie zum Austrieb im Frühling brauchen. Deshalb sind sie auch eine der ersten Pflanzen, die im Frühling ihr Grün zeigen. Schnittlauch, Schnittknoblauch und Kräuterfenchel gehören zu dieser Sorte.
Der Schnittlauch ist der hartgesottenste unter ihnen. Er braucht den Frost sogar, um im Frühling wieder schön auszutreiben. Im Winter kann man sich dies durch "antreiben" zu nutze machen. Man schneidet ihn herunter, lässt ihn schön durchfrieren und holt ihn dann ins warme Zimmer. Er treibt aus und würzt auch im Winter sämtliche Gerichte. Ich werde das auf jeden Fall ausprobieren.







Dienstag, 27. August 2013

Was kann man im Herbst noch säen?

Der Sommer ist fast vorbei. Ab und zu ist es schon kühler und immer wenn ein kühler Wind um die Nase weht, sind da diese Herbstgedanken. Die Sommerblumen und einige Gemüsepflanzen neigen sich langsam dem Ende zu und auf dem Balkon herrscht an einigen Stellen wieder eine wohlige Leere.
Diese Leere führt neben den Herbstgedanken zu der großen Frage, was man da noch säen kann. Im Herbst? Säen?

Aus Irland habe ich dieses Jahr eine Gartenzeitschrift mitgebracht - mit Gratissamen. Nun waren diese Samen nicht wirklich gratis, denn ich habe ja die Zeitschrift gekauft, aber wenn mir jemand etwas verkaufen möchte, dann doch bitte mit Gratissamen vorne drauf. Die kann ich in die Balkonkästen stecken und glücklich davorsitzen, um zu schauen, was sich da grün aus der Erde streckt - und das gratis.

Wenn es sich dann noch um Pflanzen handelt, die man im Herbst säen kann fügt sich alles zu einem großen Ganzen zusammen.




Folgendes hat sich bei mir auf dem Balkon bisher bewährt (nicht nur aus der Gratisssamentüte):

Senf

Senf kennen wir wohl alle in Gläsern oder in der Tube. Er blüht als gelber Kreuzblütler, aus denen dann Schoten wachsen, in denen die kleinen gelben, schwarzen oder weißen Senfkörner liegen. Daraus wird Senf gemacht.
Für den Balkon im Herbst ist allerdings nicht die Blüte interessant, sondern die Keimlinge der Pflanze. Die Keimlinge wachsen so schnell wie Kresse und werden relativ hoch (bei mir testweise in 3 Wochen 15cm). Eine ausgewachsene Senfpflanze kann bis zu 120cm groß werden. Ich bin mir noch nicht sicher, ob er es bei mir bis in diese Höhe schafft, denn er landet regelmäßig im Salat, schmeckt scharf und frisch. Auch im Kräuterquark hat er sich bisher gut bewährt und er schmeckt bestimmt auch gut zu Kartoffeln und Fisch.

Pflege braucht er recht wenig und gehört zu den Schwachzehrern, sollte aber in der Sonne oder im Halbschatten stehen und gegossen werden. Man erntet immer ein paar Blätter pro Pflanze, so dass die Blätter wie beim Pflücksalat nachwachsen können.


Rucola

Rucola wird in Supermärkten immer in einer so großen Menge verkauft, dass man ihn gar nicht ganz aufessen kann, denn für diese Menge im Salat ist er eigentlich zu scharf. Dazu kommt, dass man im Supermarkt nur die großen Blätter kaufen kann, die schon recht kräftig schmecken und nicht so zart und würzig wie die kleinen, selbstgezogenen vom Balkon sind. Ich verwende ihn nicht als Grundsubstanz für den Salat, sondern als Salatzugabe. Ich finde, er ist eher ein Gewürz als ein Salat.
Toll ist, dass er auch schon im jungen Zustand, wenn die Blätter so ca. 5 cm groß sind, schon scharf und nussig wie Rucola schmeckt. Man kann ihn also relativ schnell ernten.

Er braucht viel Wasser und sollte nicht austrocknen, denn sonst sammeln sich Bitterstoffe in den Blättern an. Rucola ist zudem nicht für den Schatten oder Halbschatten gemacht (ich habe es ausprobiert). Er braucht einen schön sonnigen Standort. Dann dankt er es mit einer guten Ernte.




Feldsalat

Feldsalat mag höhere Temperaturen nicht. Deshalb ist er bei mir bisher sehr zögerlich aufgegangen. Für den Feldsalat ist es im Moment einfach noch zu warm. Er wird aber im September, wenn die richtig kalte Herbstluft über den Balkon hereinbricht gut weiterwachsen. Da bin ich sicher. Feldsalat sät man wohl erst, wenn eine herbstliche Schlechtwetterperiode kommt und es kühl wird.

Man kann ihn mehrmals beernten und ist sehr pflegeleicht. Schon im Frühling hat er mir die ein oder andere Salatbereicherung beschert.

Feldalat ist der ideale Wintersalat. Auch gefrorenen Boden soll er aushalten. Bei Temperaturen unter Null sollte man aber vermeiden seine Blätter zu berühren, da diese dann matschig werden. Wenn das Wachstum im Herbst stagniert, wächst er im Frühling langsam weiter. Vorausgesetzt ist ein geschützter Standort.




Pak Choi

Pak Choi hat eine relativ kurze Aussaatzeit - von Mitte Juli bis Ende August (also jetzt ganz schnell noch säen). Ernten soll man ihn dann von Mitte September bis Ende November. Er gehört zu den Kohlsorten und wenn er jung ist, kann man die Salatblätter noch roh essen, später muss man sie kochen. Ich muss zugeben, dass ich ihn - dilletantischer Weise - noch nie bewusst gegessen habe. Wer das auch von sich behaupten kann - noch nicht gegessen aber schon gesät-  ist herzlich willkommen im Club.

Bisher zeigen sich kleine Keimblätter. Ich bleibe gespannt...vor allen Dingen auf den Geschmack.











Lollo Rosso

Nicht alles, was ich gesät habe, ist besonders gut aufgegangen oder befindet sich noch im Werden. Dazu gehört der Salat hier. Lollo Rosso ist ein Kaltkeimer. Deshalb hat er fleißigerweise erst einmal 7 Tage im Kühlschrank verbracht. Es handelt sich um diesen wunderbar krausen italienischen Kopfsalat, der belegte Brötchen optisch und geschmacklich aufwertet.
Bis auf einen kleinen grünen Punkt in der Erde tut sich bisher nur wenig. Nach einigen Recherchen war dann auch der Grund klar - Lollo Rosso ist eher ein Sommersalat. Der will wohl jetzt nicht mehr (obwohl man ihn eigentlich bis Mitte August noch aussäen kann). Dann kommt er eben nächstes Jahr im Sommer zum Einsatz.










Eine kleine Erweiterungsliste

Nun ist das natürlich auf keinen Fall alles, was sich so im August und September aussäen lässt. Ich habe noch von vielen Salaten und Gemüsen gelesen. Hach, leider reicht der Platz nicht aus. Deshalb hier ein kleines Nächstes-Jahr-pflanzen-To-do-Post-it für den Kühlschrank.

Sonntag, 25. August 2013

Samen aus Tomaten gewinnen...

...SOLL ganz einfach sein.

Das große Ziel besteht darin, die Tomatensamen von ihrer glitschigen Hülle zu befreien und sie zu trocknen. Die glitschige Samenumhüllung hemmt die Keimung des Samens und das Trocknen des Samens konserviert ihn, so dass sich kein Schimmel bildet. 

So einfach wie das Gewinnen von Tomatensamen aus Tomaten angepriesen wird, ist es dann aber doch nicht. Viele der Methoden zur Samengewinnung, die ich mir erlas oder im Internet recherchierte, funktionierten eher schlecht als recht. Im Endeffekt braucht man ja nur eine gute Methode, oder?

 






1. Die Küchentuchmethode

Die Samen werden aus der Tomate gequetscht und auf ein Küchenpapier gelegt. Sie werden auf ein Küchentuch gelegt, ein wenig verteilt und dann an der Luft getrocknet. Um Tomatensortenverwirrungen zu vermeiden notiert man den Namen der Sorte auf dem Küchenpapier. In vielen Youtubevideos wurde es so gezeigt.

Fazit: Die Methode funktioniert bei mir leider nicht, da die Samen am Papier festkleben. Die Idee, den Namen der Sorte zu notieren finde ich aber gut. Dies lässt sich auch auf andere Methoden übertragen.





2. Die Schälchenmethode

Die Samen aus der Tomate quetschen und in einem Schälchen trocknen lassen.

Fazit: Die Samen lassen sich viel einfacher wieder von dem Schälchen lösen als von dem Küchentuch. Sie trockneten bei mir in vier Tagen wirklich durch. Die getrocknete glitschige Masse befindet sich aber immer noch am Samen. Auch im trockenen Zustand kleben die Samen dadurch zusammen.







3. Die Wasserglasmethode

Samen in ein Glas mit Wasser legen. Nach zwei Tagen sollen die Samen auf den Boden gesunken sein und die glitschige Masse oben schwimmen, so dass man dann die Samen absieben kann.

Fazit: Funktionierte bei mir leider auch nicht. Die Tomatensubsche schwamm im Glas herum und bildete eine große Wolke aus Tomatenglibsch und Tomatensamen. Das Wasser zog Fruchtfliegen an und die Tomatensamen quollen auf. Das kann nicht gut sein...






4. Die Siebmethode

Die Samen werden aus der Tomate in ein Sieb gequetscht. Man wäscht sie dann so weit ab, wie es geht und trocknet sie (nicht auf einem Küchenkrepp, sondern in einem Schälchen).

Fazit: Ich habe die Samen beim Waschvorgang mit dem Sieb zwar nicht ganz von dem Glibsch befreien können aber sie sehen nach dem Trocknen ganz passabel aus. Diese Methode funktioniert aber die Abrubbelmethode ist immer noch die beste.



5. Die Abrubbelmethode

Die Tomatensamen werden aus der Tomate entfernt und auf ein Küchentuch gelegt. Mit dem Küchentuch rubbelt man vorsichtig die glibschige Masse ab und legt die Samen dann zum Trocknen in ein Schälchen.

Fazit: Die Samen sind von ihrer Umhüllung befreit und trocknen sehr schnell. Die Methode ist zwar etwas aufwändiger, hat sich bei mir aber wunderbar bewährt. Nicht vergessen sollte man die Beschriftung - wegen der Tomatensamenverwirrung - ihr wisst schon!






Wenn ich es jetzt noch einmal mache, dann mit der Abrubbelmethode. Ich bin gespannt auf die Tomatenpflanzen im nächsten Jahr, denn sie stammen aus Tomaten vom Markt - eine wirklich leckere schwarze Sorte und eine längliche gelbe Sorte, die sogar besser waren als die selbst geernteten Tomaten vom Balkon (ich brauchte einen Tag, um das zugeben zu können, aber es stimmt).




Mittwoch, 7. August 2013

Wann kann ich endlich meine Kartoffeln ernten?

Wann ist es endlich so weit? Die Pflanze hat sich wirklich viel Mühe gegeben. Ich mir auch.

Nach einer Recherche musste ich nun feststellen: Geerntet wird, wenn die Stängel abgestorben sind. Das kann bei meiner DDR-Kartoffelsorte Linda bis Ende September dauern.

Ja, es kommt natürlich auch auf die Sorte an. Ich lese immer frühe, mittelfrühe, mittelspäte und späte Sorte, kann aber als Im-Supermarkt-ist-ständig-alles-verfügbar-Stadtkind wenig damit anfangen. Folgendes habe ich nun herausgefunden:

Früh:
Pflanzen ab Mitte März, ernten im Juni bis Juli
z.B. die Sorten Christa (sehr früh), Forelle, Belana,

Mittelfrüh:
Pflanzen ab Anfang April, ernten im Juli bis September
z.B. die Sorten Linda, Adretta, Agria

Mittelspät:
Pflanzen ab Mitte April, ernten im September bis Oktober
z.B. die Sorten Robinta

Spät:
Pflanzen ab Ende April, ernten im September bis Oktober
z.B. die Sorte Ackersegen

Meine Kartoffel steht aus Platzmangel eher halbschattig und ich bin wirklich gespannt ob sie Knollen gebildet hat. Das Kraut ist ganz schön lang. Sie ist ein bisschen vergeilt. Hoffentlich hat sie nicht nur Kraft ins Grünzeug gesteckt sondern auch in das, was unter der Erde liegt. Tja, die Sorgen einer Balkongärtnerin. Ich weiß wirklich nicht, ob es große Kartoffeln werden.

Kleine Kartoffeln mit zarter Schale mag ich allerdings auch.



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Montag, 5. August 2013

Im Hochsommer...

...genieße ich das Leben, esse gut, liege in der Sonne, schwitzte, trinke Wein, beobachte Insekten und lasse alles mal so laufen wie es eben läuft. Es ist eh zu heiß, um etwas zu tun.

Hier ein paar gesammelte Fotos vom Balkon des letzten Monats zwischen dem einen und dem anderen Urlaub, Schwimmen gehen, lesen und Freunde treffen.

Vielleicht können die Fotos die Stimmung wenigstens ein bisschen wiederspiegeln. Ich finde, es könnte ewig so weitergehen und hoffe, dass es euch da draußen auf den vielen wunderbaren Balkonen, in euren grünen Gärten, Klein- und Großstadtoasen und Hinterhöfen genauso geht.












Mittwoch, 24. Juli 2013

Ungewöhnliche Pflanzgefäße - alles in der Kiste?

Pflanzen in Brötchenkisten
Pflanzen in TeekistenPflanzen fliegen nicht. Die müssen ja irgendwo wohnen, ihre Wurzeln schlagen und im Boden heimisch sein. Auf dem Balkon brauchen sie Erde in Blumentöpfen, Blumenkästen oder - warum nicht - in einer Kiste.
Kiste ist aber nicht gleich Kiste. Es gibt die verschiedensten Kisten.
Hier zeige ich euch eine kleine Sammlung von Kistenvariationen, die mir auf der Internationalen Gartenschau in Hamburg begegnet sind.

Links seht ihr Teekisten, die - wie sollte es anders sein - mit Tee bepflanzt sind.







5aDay
5aDaykisten von dem Projekt "Pflanz dir dein Schulbrot" oder 5-am-Tag. Die Initiatoren meinen, man soll fünf Mal Obst und Gemüse essen und dieses möglichst aus eigenem Anbau - find ich gut. Es ist ein Projekt, das in Schulgärten durchgeführt wird und anscheinend großen Anklang findet - ich frage mich nur, wie die Schulkinder oben an die Beete kommen. Vielleicht mit Hockern...? Für Erwachsene ist die Höhe perfekt und es lässt sich ein gutes Hochbeet anlegen, das dann hoffentlich viel Ertrag bringt, so dass man dann auch fünf Mal am Tag ernten kann. Im Grunde genommen sind es Hochbeete mit einem Konzept versehen.


Eine beflanzte Palette. Ich finde, die geht auch als Kiste durch. Genial ist daran, dass man gleich einen kleinen Steg zwischen den Pflanzen hat, auf dem man dann balancieren kann oder tanzen oder hüpfen oder...
Im einen oder anderen Fall ist so eine im Garten versenkte Palette wohl auch praktisch...ich komme nur gerade nicht darauf, in welchem speziellen Fall. Ich finde die Idee einfach gut und ungewöhnlich.





Zum Nachmachen: Ein bepflanztes Regenrohr. Kann man auch an der Wand aufhängen.
Nagut, das ist wirklich keine Kiste...








Oder man nutzt einfach Brötchenkisten. Der auf der IGS gezeigte Garten erinnert -von der Kiste her- an den Prinzessinengarten. Hier zeigt sich der Kistengarten schick, geblümt, gestylt und mit einem Farbkonzept versehen. Den Prinzessinengarten in Berlin möchte ich nun umso mehr besuchen, um mich nach diesem Anblick wieder auf den Boden der Tatsachen zu begeben. Die Kombination von Pink und Grüntönen ist schräg, ungewöhnlich und gut und flirrt ein wenig, wie ich finde. Ich tausche das Farbkonzept aber auch gerne gegen Obst und Gemüse. Der Prinzessinengarten gefällt mir vom Konzept her viel besser - Obst und Gemüse mitten in der Stadt, alle dürfen mithelfen und die Ernte wird gemeinsam gegessen.

IGS Hamburg
Apfelkisten, in denen Kartoffeln wachsen? Geht! Und wenn die Kartoffeln dann noch von freiwilligen, engagierten Kinderhänden eingepflanzt wurden ist die Idee noch besser. In diesen großen Kisten werden in Niedersachsen Äpfel gelagert. Man kann sie aber auch bepflanzen und beernten und das Geerntete dann Essen und...
Ob alle Kisten nun auf den Balkon passen sei dahingestellt. Ich komme bei diesen Kisten einfach ins Schwärmen und träume von später, wenn ich groß bin und einen großen Garten besitze mit großen Kisten, in denen dann große Kartoffeln wachsen.

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Ungewöhnliche Pflanzgefäße - vertikale Gärten
Aufzucht in kleinen Gewächshäusern





Dienstag, 16. Juli 2013

Ungewöhnliche Pflanzgefäße - Vertikale Gärten


Du kannst den Balkon nicht mehr betreten, weil wilde Tiere auf dich lauern? Beim Frühstücken massiert dich die Tomate und die Pfefferminze schlägt dir bei jedem Windhauch eins über, während dir die Kapuzinerkresse die Haare zerzaust? Die Sonne hast du lange nicht mehr gesehen aber dafür schaust du auf eine grüne, undurchdringliche Wand?

Jetzt ist Platz sparen angesagt. Auf einem Balkon ist die Grundfläche, auf der man gärtnern kann viel beschränkter als in einem Garten. Das ist ein simpler Fakt - verdrängenswert. Während man von einer blühenden Obstplantage auf dem Balkon träumt, schlendert man durchs Gartencenter und legt das eine oder andere exotische Kräutchen ins Körbchen ("toll, hab ich noch nicht"). Wer will schon vernünftig sein und die Erdbeere oder Zucchini nicht doch noch anbauen. Wenn der Balkon horizontal aus allen Nähen platzt, dann gibt es noch - genau - die Vertikale. Vertikale Mauern gibt es in der Stadt wie Sand am Meer. Erdbeeren und Zuchini an der Wand ziehen...Warum also nicht?

Der Trend der "vertical gardens" kommt urprünglich aus England. In London ist die Miete so teuer, dass man wirklich jedes kleinste Wändchen benutzt, um die eigenen Tomaten zu ziehen. Die typischen englischen Pflanztaschen im Shoeorganizer kennt ihr vielleicht schon. Was ihr aber bestimmt noch nicht gesehen habt ist das hier: Pflanzen in einer Palette. Einfach Pflanzenflies drum und mit Stahlseilen aufhängen. So habe ich es auf der IGS in Hamburg gesehen und finde die Idee wirklich toll. Wie man sieht haben die vertikalen Gärtner alles Mögliche hineingepflanzt: Kräuter, Kapuzinerkresse, Zucchini...sogar den haarigen Borretsch konnte ich entdecken.



Wer von vertikal nicht genug bekommt, hat bestimmt auch hier seine Freude. Diese Pflanzsäcke hat ein engagierter, pensionierter Gärtner entworfen. Sogar bis zu 6 Erdbeerpflanzen können darin ihren vertikalen Platz finden. Der Sack ist länglich und hat drei Öffnungen. Eine gute Geschäftsidee, denn wenn man die Tasche nicht mehr braucht, kann man sie ausleeren, zusammenfalten und wie ein Geschirrhandtuch verstauen. Sie ist frostresistent und im Gegensatz zu einem dicken Terracottakübel ein Fliegengewicht. Dass die Tasche, sagen wir, ein wenig funktionalästhetisch anmutet, verdecken die Blumen, Kräuter oder Gemüsepflanzen dann mit der Zeit.




Mittlerweile gibt es sogar spezielle Module aus Hartplastik. Sogar ein ganzes Haus war mit einem vertikalen Garten begrünt.



Sollte es dann aber wirklich soweit sein. Die Horizontale und die Vertikale ist ausgereizt, dann bleibt einem nur noch das hier: Gärtnern im Schlagloch.



Linktipps zum Thema vertikale Gärten:


- Hier geht es zu einer Pinterestwand, auf der ich verschiedene Ideen zu Pflanzgefäßen gesammelt habe- nicht nur zum vertikalen Gärtnern.

- Gute Ideen für Anzuchtbehälter mit Recyclingmöglichkeiten findet ihr hier.

- Noch mehr kreative, vertikale Ideen? Die Internetseite transition-regensburg.de hat mich schon das eine oder andere Mal zum Staunen gebracht. Eine wirklich tolle Seite mit vielen Anregungen - auch zum vertikalen Gärtnern.


Mehr Beiträge zum Thema:
Ungewöhnliche Pflanzgefäße - alles in der Kiste?
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Sonntag, 14. Juli 2013

Panorama Mitte Juli 2013


"...es soll grünen, sprießen, ranken, obsten, kräutern und wuchern und in der Mitte ein bisschen Platz zum Frühstücken." April 2013 

April 2013

Etappenziel erreicht. Nun kann ich mich zurücklehnen? Ja, einen kurzen Moment aber auf Dauer...nein, wie langweilig! Wenn ich so meinen Balkon angucke sprießen neue Ideen wie das Grün der Kartoffeln. Ich verschiebe das aber auf morgen. Morgen bin ich voller Tatendrang und voller Ideen von anderen Garten- und Balkonblogs, die ich so gerne lese. Heute genieße ich mein Etappenziel mit einem Glas guten Wein. Prost!

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